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Verein

COMMUNALE - Verein für urbane Wohnkultur e.V.

COMMUNALE - da war doch mal was?

Lange ist es her, etwas mehr als dreißig Jahre, als ein Dutzend Journalisten die Heidelberger Wochenzeitung COMMUNALE gründeten - als Antwort auf das damals immer selbstherrlicher auftretende Monopolblatt "Rhein-Neckar-Zeitung". Der Name COMMUNALE sollte zweierlei Bedeutung transportieren: erstens sollte er eine - wenn auch zarte - Anspielung auf die "Commune de Paris" beinhalten, jene 1871 im aufständischen Paris gebildete Bürgervertretung, die in ihrer emanzipatorischen, politischen und sozialen Programmatik gegen den Zentralstaat gerichtet war; für das COMMUNALE-Projekt wurde daraus der Anspruch abgeleitet, wirklich kritisch an kommunale Themen heranzugehen, Hintergründe auszuleuchten und so Transparenz in die Stadtpolitik zu bringen. Die COMMUNALE wollte Anfang der 80er Jahre nicht nur gut recherchierten Journalismus bieten, sondern auch ein Sprachrohr und Diskussionsforum für die "Initiativen von unten" sein - und vor allem das Feld der Öffentlichkeit nicht den etablierten Kräften überlassen.

Die Zeitung gibt es nicht mehr - dafür aber jetzt "COMMUNALE Verein für urbane Wohnkulture.V." Die Übernahme des Namens geschah aus einem ganz einfachen Grund: Das, was dieser Verein vorhat, entspricht in vielen Aspekten auch der Praxis der früheren Zeitung: Selbstorganisation, gemeinsames Handeln, kritische Begleitung der städtischen Politik (hier: Wohnungspolitik) und das Wichtigste: der Wille, etwas Neues zu gestalten. Natürlich spielte bei der Namensnennung des Vereins ebenso eine Rolle, dass frühere Mitarbeiter der COMMUNALE auch jetzt wieder mit am Start sind.

Aber neben allen (stadt-)politischen Überlegungen steht für die Mitglieder des Vereins ganz eindeutig der Wunsch im Vordergrund, Teil einer lebendigen, kreativen Gemeinschaft zu sein, die nicht nur bezahlbaren Wohnraum für sich selbst schaffen, sondern auch in ihrem Viertel nachbarschaftliche, soziale und solidarische Akzente setzen will. Gerade in den frei werdenden Wohnblocks und Flächen der US-Army in der Heidelberger Südstadt sieht der Verein COMMUNALE vielseitige Möglichkeiten für eine experimentelle, nachhaltige und innovative Stadtentwicklung, an der unterschiedliche Initiativ- und Selbsthilfegruppen beteiligt sind. Beispiele in anderen Städten haben gezeigt, dass Bürgergruppen entscheidende Beiträge bei der Umwidmung ehemaliger Militärliegenschaften leisten und so auch die Teilhabe an der Entwicklung ihrer Stadt befördern können.

Darüber hinaus gibt es weit gefächerte Vorstellungen, wie die angestrebten Wohnprojekte konkret aussehen sollen: von der Energieeffizienz bis zu architektonischen Modifizierungen der Wohnblöcke, von der Nutzung der umliegenden Grünflächen bis zu den Hausstrukturen, die altersgerecht gestaltet werden sollen, von kulturellen Räumen bis zu Begegnungsstätten für Junge und Alte.

Über all diese Themen - und noch viel mehr (Finanzierungsfragen; Organisationsstrukturen wie etwa Genossenschaftsmodelle) - hat der Verein COMMUNALE in Veranstaltungen, Arbeitsgruppen etc. informiert und dazu Vorschläge erarbeitet.

Anfang 2013 beschloss die Mitgliederversammlung zur Erlangung des Vereinsziels eine Kooperation mit einer Heidelberger „Dachgenossenschaft" - und zwar in der Konstellation als Generalmieter. Der Verein mietet demnach eine vorher unter den Mitgliedern erhobenen Anzahl von Wohneinheiten an und vermietet diese wiederum an die Mitglieder des Communale-Wohnprojekts. Diese Struktur hat zum Vorteil, dass kein Eigenkapital aufgebracht werden muss und somit auch weniger begüterete Menschen eine Chance haben, an einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt teilzuhaben. Die Kooperation mit deiner Dachgenossenschaft ist auch deshalb sinnvoll, weil hier ein reicher Erfahrungsschatz im Wohnungswesen vorhanden ist und die Baugenossenschaften eine gute Tradition in der Schaffung günstigen Wohnraums haben.

Der Verein COMMUNALE ist von seiner Gründung her ein Projekt von Älteren. Der Wunsch, in einer Umgebung von Freunden und guten Bekannten alt zu werden, Strukturen zu schaffen, die auch in Notsituationen für den Einzelnen hilfreich sind, war ein ursprüngliches Motiv für diese gemeinsame Initiative. Aber dabei muss es nicht bleiben.

Wir heißen alle willkommen, ob junge Familien mit Kindern oder Singles, ob ältere Lebenspartnerschaften oder Wohn-Gemeinschaften, an dieser Initiative teilzuhaben, konstruktiv mitzugestalten und so sich selbst seine soziale Welt zu schaffen. Wir wollen den Lebenszusammenhang Stadt nicht einfach kommerziellen Investoren oder bürokratischen Planungshierarchien überlassen.

Um die notwendigen Sachmittel für die Vereinsarbeit zur Verfügung stellen zu können, hat die Gründungsversammlung einen jährlichen Mitgliedsbeitrag von 60 Euro festgelegt. Zusätzliche Kosten für Rechtsanwalt und andere Beratungsdienstleistungen werden über eine gesonderte Umlage in nicht allzu großer Höhe gedeckt.


Der Vorstand der Communale:
Karl Heinrich Adzersen, Andreas von Bernstorff, Adelhaid Kastner-Schulz, Stefan Schöberlein 6509863, Frauke Winter
Communale · Verein für urbane Wohnkultur e.V.
Heidelberg · info@communale-hd.de