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Themen

... in zeitlicher Anordnung von 2012 bis heute ...

COMMUNALE - Verein für urbane Wohnkultur e.V.

März 2017: Eine neue Chance?

Ort
Riegel Römerstraße?
Ort
März 2017: Baufeld West oder ...

Die Mitglieder der Communale diskutieren in einer Mitgliederversammlung und einem Abend mit dem Referenten Architekt Erl die Vor- und Nachteile der beiden Standorte "Riegel Römerstraße (ein Neubau, der vor einem der wetlichen U's an der Römerstraße gebaut wird und Baufeld West (südlich der anderen Wohnprojekte).

Anfang April werden diese Objekte Thema in einer Sitzung mit der Stadt, MTV Bauen und Wohnen GmbH & Co. KG und der Communale sein.

Ergebnis der Mitgliederversammlung zum Angebot der MTV Bauen und Wohnen GmbH & Co. KG

Dienstag, 12. Mai 2016
Nach der Besichtigung des Gebäudes 3738 in der Kirschgartenstraße

Das Angebot der MTV Bauen und Wohnen GmbH & Co. KG wurde ausführlich mit allen möglichen positiven und negativen Aspekten diskutiert.
Ergebnis:
Die Befristung für ein generationsübergreifendes Projekt kann nicht auf 20 Jahre begrenzt werden (Leerstandsrisiko in den letzten Laufjahren für die Communale e. V.). Wir brauchen eine dauerhafte Lösung. Der Vorstand wird beauftrag, dies der MTV Bauen und Wohnen GmbH & Co. KG mitzuteilen und ausführlich zu begründen.




Angebot der MTV Bauen und Wohnen GmbH & Co. KG

Besichtigung des Gebäudes 3738 in der Kirschgartenstraße

Montag, 11. Mai 2016

Kirschgartenstraße Gebäude Nr. 3738 mit acht 4-ZW und sechzehn 3-ZW von 96 qm bis 120 qm

- keine Balkone, kein Aufzug, keine Gemeinschaftsräume, ausbaubares Dachgeschoss, große Keller, keine barrierefreie Wohnstrukturen; die Wohnungen werden gerade frisch renoviert: neues Parkett, Kuchenfliesen, Bad (Badewanne)

Das Angebot der MTV Bauen und Wohnen GmbH & Co. K (vormals Bündnis für Konversion, vormals Bündnis für Wohnen) wird in einer MV diskutiert.
August 2015

Konversion Südstadt: Stadt und Partner schließen Kaufvertrag mit BImA ab

OB Würzner: "Enormes Potenzial für Stadtentwicklung“ / Planungen schon sehr weit

Die Stadt Heidelberg und ihre Partner im Bündnis für Konversionsflächen haben sich mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) über den Verkauf der Konversionsfläche Mark Twain Village/Campbell Barracks im Stadtteil Südstadt geeinigt. Am Donnerstag, 6. August 2015, haben Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, BImA-Vorstand Axel Kunze, Bürgermeister Hans-Jürgen Heiüß, Wolfgang Polivka, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Campbell Barracks mbH, und Peter Bresinski, Geschäftsführer der Heidelberger MTV-Bündnis für Wohnen GmbH & Co. KG, den Kaufvertrag unterzeichnet. Zum Kaufpreis haben die beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart. ... weiterlesen auf der Website der Stadt HD

Juli 2015

Entwurf für einen Bebauungsplan für MTV Nord

Entwurf Bebauungsplan

Karte

Begründung zum Bebauungsplan

Alle Unterlagen auf der Stadtseite

Die Stadt Heidelberg hat den Bürgerinnen und Bürgern am Dienstag, 28. Juli 2015, den Vorentwurf des Bebauungsplans für die Teilfläche MTV Nord der Konversionsfläche Südstadt vorgestellt.
Für die Fläche zwischen Feuerbachstraße und Rheinstraße und zu beiden Seiten der Römerstraße hat die Stadt im Jahr 2014 eine Mehrfachbeauftragung durchgeführt. Fünf Architektenbüros hatten fristgerecht Entwürfe eingereicht. Der Sieger, die Arbeitsgemeinschaft teleinternetcafé/TH Treibhaus wurde mit der Überarbeitung und Vertiefung des städtebaulichen Konzeptes beauftragt.

Der Bebauungsplan umfasst ein Areal, das gegenüber der Mehrfachbeauftragung erweitert wurde: Es beinhaltet nun auch die ehemalige High School (Mark Twain Schule) und die Chapel und zeigt, wie die Weiterentwicklung der beiden Gebäudekomplexe zwischen Mark- Twain-Straße, Zengerstraße, Edisonstraße und Roeblingstraße aussehen könnte.
Die Arbeit von Teleinternetcafé/TH Treibhaus sieht rund 800 Wohneinheiten zu beiden Seiten der Römerstraße vor. Insgesamt sollen auf den ehemaligen Army-Flächen in der Südstadt rund 1400 Wohneinheiten entstehen – davon 70 Prozent im preiswerten Segment.
Juli 2015

"In welchen Häusern wollen wir in Zukunft wohnen?"

FAZ 01.07.2015 - Ein Gespräch mit Regula Lüscher, der Stadtplanerin und Senatsbaudirektorin von Berlin

Ein politischer Coup: Ab sofort gibt Berlin dreißig Millionen Euro für "experimentellen Geschosswohnungsbau" aus. Was soll dort jetzt entstehen - und für wen?

Berlin steigt endlich wieder in die Förderung des Wohnungsneubaus ein. Aber die Bevölkerung hat sich seit den siebziger Jahren, der letzten großen Dekade des Öffentlichen Wohnungsbaus, stark verändert. Es gibt viel mehr Singles, weniger Familien - woher weiß man als Stadtplanerin eigentlich, für wen man baut, was die Bevölkerung braucht und will?

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt erarbeitet Stadtentwicklungspläne zum Wohnen, die auf statistischen Untersuchungen basieren. Wir wissen, dass Berlin eine Mieterstadt mit einem hohen Anteil an Ein-Personen-Haushalten ist. Die kleinen Wohnungen, die von den Wohnungsbaugesellschaften errichtet werden, decken den tatsächlichen Bedarf. Aber: Auch wenn wir gerade viele kleine Wohnungen produzieren, weil es auch um Quantitäten geht, dürfen wir die Wohnungen für Familien und familienähnliche Formen nicht vergessen.

Was sind "familienähnliche Formen"?

Die Vereinzelung des Wohnens in Ein-Personen-Haushalten führt zu neuen Wohnbedürfnissen, etwa dem Wunsch, Räume gemeinsam zu nutzen und Funktionen und Angebote zu teilen. Ich finde daher, dass das "familienähnliche" Wohnen "allein und zusammen" ein Thema ist, das man weiterentwickeln muss.

Bisher gab es solche staatlichen Pilotprojekte nicht. Der Berliner Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel hat kürzlich erklärt, dass man in Berlin in den kommenden zehn Jahren mehr als hunderttausend neue Wohnungen bauen muss. Besteht nicht die Gefahr, dass die Wohnungsbaugesellschaften jetzt hektisch irgendwelche Behausungen errichten und Berlin noch ein paar tausend mehr von diesen trostlosen Standard-Wohnregalen bekommt? ... weiterlesen in der FAZ

April 2015

Städtebauliche Konzepte Mark Twain April 2015

Das Städtebauliche Konzept Mark Twain als Grundlage für einen Bebauungsplanentwurf

"Für den Teilbereich Mark Twain Village Nord, zwischen Feuerbach- und Rheinstraße, haben mehrere Planungsbüros auf Grundlage des Masterplans Südstadt ein städtebauliches Gesamtkonzept entwickelt.
Im Dezember 2014 sprach sich eine Jury für den Entwurf von teleinternetcafe aus Berlin und TH Landschaftsarchitektur aus Hamburg als Grundlage für die weitere Bearbeitung aus.
Am 11. Februar wurden alle fünf Arbeiten bei einem Bürgerforum im Helmholtz-Gymnasium vorgestellt und mit der Bürgerschaft diskutiert. Danach wird das städtebauliche Konzept überarbeitet und dient dann als Grundlage für einen Bebauungsplanentwurf." Website Stadt HD

Erläuterungen

Plan 1

Plan 2

Plan 3

Plan 4

... alle Papiere auch hier auf der Stadtseite ...

Oktober 2014

Interessante Artikel im Stadtblatt

Stadt kündigt Öffentlichkeit der Verträge mit dem Bündnis für Wohnen an

"(wg) Es wäre ein echter Fortschritt an Transparenz und Bürgerbeteiligung, wenn die Stadt Heidelberg diese Ankündigung wirklich wahr machen würde. üblicherweise werden solche Grundstückdeals hinter verschlossenen Türen beraten und entschieden. Es gibt ein starkes öffentliches Interesse, vor Vertragsabschluss über die Vertragskonditionen im vollen Umfang informiert zu werden. Warum? Nur ein langfristig tragfähiges wohnungs-und betriebswirtschaftliches Gesamtkonzept des Bündnisses bietet die Gewähr zur Umsetzung der wohnungspolitischen Ziele der Stadt Heidelberg. Die Gestaltung der Verkaufsverträge ist dafür eine wichtige Grundlage. Die Öffentlichkeit hat ein Recht, zu erfahren, wie die Verträge aussehen. (...)"

... hier gehts weiter ...


Dr. Arnulf Weiler-Lorentz: Die Stadt verkauft ohne Not Grund und Boden in der Mark-Twain-Village an Privatunternehmen

"(wg) Weiterverkauf der Mark-Twain-Village an das Bündnis für Wohnen oder sollte dieses Gelände nicht besser im Besitz der Stadt Heidelberg bleiben, um dort dauerhaft günstige Mietwohnungen zu garantieren ? Um dieser Frage geht es in einem Gespräch der Stadtredaktion mit Dr. Arnulf Weiler-Lorentz, Gemeinderat der Bunten Linken. (...)"

... hier gehts weiter ...


Preisgünstiger Wohnraum auf den Konversionsflächen? Fragen an die Stadt Heidelberg

"(wg) Auf den Konversionsflächen ( aktuell: Mark-Twain-Village) gibt es die letzte Chance in Heidelberg, im größeren Umfang und auf Dauer preisgünstigen Wohnraum für untere Einkommensgruppen zu sichern. Ist der Verkauf der Flächen an das Bündnis für Wohnen dazu der richtige Weg? Warum behält die Stadt die Flächen nicht im eigenen Bestand und entwickelt sie selbst oder vergibt sie nicht als Erbpachtgrundstücke an das Bündnis für Wohnen? Fragen an die Stadt Heidelberg." Fragen der Stadtredaktion und Antworten der Stadt Heidelberg (...)"

... hier gehts weiter ...


März 2014

Gemeinschaftliches Wohnprojekt "Woge Mark Twain"

Die frühere Communale Baugruppe heißt jetzt „Woge Mark Twain“ (von Wohn-Gemeinschaft).
Emailadresse: woge@marktwain-hd.de
Web: http://www.woge-marktwain-hd.de/
Telefonische Ansprechpartnerin: Margarete Rambow-Nickel, Telefon 06221 20885


März 2014

Aktueller Stand der Konversion März 2014

Die Unterlagen für die Sitzung des Konversionsausschusses vom 26.03.2014


















Masterplan und Wohnungspolitisches Konzept

Erschließungskonzept zum Masterplan

Freiraumkonzept zum Masterplan

Stadtidentität und Gestaltung zum Masterplan

Entwicklungsbereiche zum Masterplan

Ergänzung zur Drucksache

Anträge BB West- Südstadt zum Masterplan

Antrag der SPD vom 26.03. zum Masterplan

Beschlussvorlage zum Masterplan

Beschlussvorlage-Beschlusslauf zum Masterplan

Informationsvorlage Erbpacht

... alle Papiere auch hier auf der Stadtseite ...

... und hier der RNZ-Artikel über die Sitzung des Konversionsausschusses ...

März 2014

"Gute Idee schlägt Scheckbuch"

FAZ 01.03.2014 ï Ein städtischer Bauplatz in bester Lage - davon träumen viele Bürger. Bisher machte bei der Grundstücksvergabe meist der das Rennen, der das meiste Geld bot. Das ändert sich.
Von Jörg Niendorf
Manchmal geschieht so etwas wie ein Wunder. Neulich zum Beispiel mitten in Berlin-Kreuzberg. Dort hatte beim Gerangel um die Vergabe eines begehrten Grundstücks jener Investor das Nachsehen, der den höchsten Preis bot. Denn die Stadt als Eigentümerin verzichtete auf immerhin eine halbe Million Euro, die er mehr zu zahlen als die Konkurrenz bereit war, und verkaufte das 2500 Quadratmeter große Filet-Baufeld stattdessen an eine Truppe namens Frizz23. Hinter dem Namen verbirgt sich kein Szenebrausefabrikant, sondern eine Gruppe von 30 Kreativen und Künstlern, die auf dem Areal ihre eigenen Studios, Ateliers und Büros bauen wollen. Kurz, es ist ein Zusammenschluss von Bauwilligen, die gemeinhin nicht im Geld schwimmen. Nur 2,4 Millionen Euro zahlen sie, also weniger als 1000 Euro pro Quadratmeter.
Das ist ein Schnäppchen für diese angesagte Lage am Jüdischen Museum. Auch die Nachbargrundstücke gingen an Bauherren-Initiativen. Der Grund: Die Konzepte von Frizz23 und den anderen kamen bei der Stadt deutlich besser an. Ñun gestalten wir Bürger einen Teil unserer Stadt selbstì, frohlockt Matthew Griffin, Architekt und Frizz23-Begründer. Berlin hatte sich bei der Vergabe des Kreuzberger Grundstücks, auf dem früher Blumengroßhändler ihre Waren anboten, auf eine langwierige Ideensuche eingelassen. Das ist neu in der Hauptstadt. Nach zahllosen Treffen mit Interessenten, fiel die Entscheidung, dass ein Kreativquartier entstehen soll. Griffin und seine künftigen Mitstreiter kamen zum Zug. Was dieser Tage in Kreuzberg passiert, ist daher gar kein Wunder, sondern Absicht und ein Signal: Die Stadt gehört allen - und wir können im Neubau nicht nur Luxus! (...)

... weiterlesen in der FAZ

Juni 2013

"Praxisratgeber Militärkonversion"

Im Praxisratgeber Militärkonversion werden Konversionsaufgaben erstmals ressortübergreifend abgehandelt. Beispielsweise werden Fragen zur Rückgabe und Bewer-tung von Militärliegenschaften, zur bauplanungsrechtlichen Einordnung, zur Behandlung von Altlasten und Kampfmitteln, zur Steuerung der Projektumsetzung, zur Öffentlichkeitsarbeit und Beteiligung, zur Finanzierung der Nachnutzung militärischer Liegenschaften, dem Grundstücks- und Vertragsmanagement, städtebaulichen Perspektiven und möglichen Nutzungsstrategien beantwortet.

zum Praxisratgeber

Mai 2013

"Sozialer Mehrwert"

Das Netzwerk: Soziales neu gestalten (SONG) hat sich in einer Reihe von Studien mit Lebensraum- und Quartierskonzepten, neuen Kooperations- und Netzwerkformen sowie einer kommunale Verankerung von Sorgeaufgaben auseinandergesetzt. Die vorliegende Publikation zur sozialen Wirkung und "Social Return“ zeigt, wie sich quartiersbezogene, gemeinschaftliche Wohnprojekte auf den konkreten Hilfebedarf unterstützungsbedürftiger Personen auswirken. Die Wirkungsmessung nach dem Social Return on Investment Konzept (SROI) konzentriert sich dabei auf drei Fragekomplexe: - Inwieweit können (moderierte) gemeinschaftliche Aktivitäten der Bewohner professionelle Unterstützungsleistungen substituieren? - Welche Kosten fallen für die Unterstützung an und von wem werden sie getragen? - Welche Verbesserungen werden im Hinblick auf die Lebens- und Wohnqualität erreicht?

zum Forschungsbericht

April 2013

"Drittes Bürgerforum Konversion am 18.04.2013"



















Rund 250 Bürgerinnen und Bürger diskutierten im Helmholtz-Gymnasium das vorgestellte Nutzungskonzept für die Südstadt. Das Nutzungskonzept für die Campbell Barracks und das Mark Twain Village baute unter anderem auf dem auf, was in den ersten beiden Bürgerforen im Oktober 2012 und Januar 2013 erarbeitet wurde.

Die Dokumentation des 3. Bürgerforums Südstadt vom 18. April 2013 vom Amt für Stadtentwicklung und Statistik wurde am 14.06.2013 veröffentlicht:
zur Dokumentation des 3. Bürgerforums

Im Netz stehen Video-Berichte vom dritten Bürgerforum Südstadt ...
zum Video bei "die Stadtredaktion"

April 2013

"Bündnis für Wohnen"

Am 23.04.2013 gab OB Würzner ein "Bündnis für preiwertes Wohnen" bekannt. In einem Pressegespräch war von ca. 180 Millionen Investitionsvolumen für die Konversionsflächen die Rede

Dem Bündnis für Wohnen gehören fünf Wohnungsgesellschaften an, die sich zusammengeschlossen haben: FlüWO Bauen Wohnen eG, Bauhütte Heidelberg Baugenossenschaft eG, Baugenossenschaft Familienheim Heidelberg eG, Baugenossenschaft Neu Heidelberg eG, Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg sowie die Heidelberger Volksbank und die Volksbank Kurpfalz H+G Bank.

Peter Stammer, Vorstand Baugenossenschaft Familienheim Heidelberg eG, sagte als Vertreter des Bündnisses: „Schaffung von Wohnraum für alle, sozial ausgewogen und nah am Menschen - das sind die Ziele der Heidelberger Wohnungsunternehmen, denen wir seit Jahrzehnten verpfichtet sind. Dieses Geschäftsmodell setzen wir seit Jahrzehnten erfolgreich in Heidelberg um. Wir wollen in Heidelberg gemeinsam Verantwortung übernehmen und die einmalige Chance, insbesondere auf den Konversionsflächen attraktiven und zugleich preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, nutzen. Deshalb haben wir gemeinsam ein Angebot an die Stadt formuliert, uns als Partner der Wohnraumentwicklung mit einem dreistelligen Millionenbetrag zu engagieren. Dem Bündnis für Wohnen gehören vier Wohnungsgenossenschaften sowie das städtische Unternehmen GGH, als auch die beiden Genossenschaftsbanken aus Heidelberg an, die sich auf Initiative des Oberbürgermeisters zusammengeschlossen haben."

Neben Raum für Familien sollen bewusst auch innovative Wohnprojekte gefördert werden, sowohl als Miet- als auch als Eigentumswohnungen. Das Vorhaben zielt - so die Vereinbarung des Bündnisses - nicht auf Optimierung der Rendite. Mieterhöhungen sollen sich allenfalls im Rahmen der Inflation bewegen, Spekulationen werden für die nächsten 20 Jahre ausgeschlossen. Weitere Partner für das Bündnis für Wohnen in Heidelberg, die sich unter diesen Prämissen engagieren wollen, sind ausdrücklich erwünscht und willkommen.

Zum Positionspapier der Genossenschaften



April 2013

"Baut, Genossen, baut!"

Hanno Rauterberg in ZEITONLINE vom 22.04.2013: "Hier wohnt die Gerechtigkeit: Warum wir dringend mehr Baugenossenschaften brauchen, um Gentrifizierung und Mietwucher zu überwinden.

Die zweitbeste Lösung wäre: einfach wegzuziehen. Ins wunderbare Görlitz oder an die Nordsee, nach Bremerhaven, vielleicht auch nach Halberstadt, Duisburg oder in eine der vielen anderen Städte, die mit günstigen Mieten locken. Doch die meisten Menschen wollen nicht. Wenn sie umziehen, dann nicht dorthin, wo das Leben billig ist, sondern dahin, wo es Arbeit gibt, aber schon lange keine günstigen Wohnungen mehr: nach Hamburg, München oder Frankfurt. Jeder kennt die Geschichten von den endlos Suchenden, die demütig in Endlosschlangen stehen, um ein paar lausige Räume zu besichtigen, für die sie, wenn sie mit großem Glück den Zuschlag bekommen, eine endlos hohe Miete zahlen dürfen.

Alles bietet der Kapitalismus im Überfluss, Autos, Weißbrote, Zahnpasta, doch mangelt es vielerorts an jenem Gut, das so wichtig ist wie kaum ein anderes. Es fehlt an Wohnungen, vor allem an bezahlbaren. Und deshalb hilft eben doch nur die erstbeste Lösung: Werdet Genossen! Massenhaft!

Nein, dieses ist kein von Baugenossenschaften bestellter Werbetext. Sie brauchen keine Werbung, die meisten sind ohnehin überlaufen. Eher ist es umgekehrt: Eine Gesellschaft, die mit Immobilienblasen und Eigenheimschulden sich selbst gefährdet, die über Wohnungsnot klagt und zu erstarren droht, weil kaum mehr jemand umzieht aus Angst vor Wuchermieten, eine solche Gesellschaft braucht nichts dringender als Baugenossenschaften. Erstens aus sehr naheliegenden Gründen: weil sie die üblichen Mieten um 30, manchmal um 50 Prozent unterbieten. Zweitens, weil es so wie jetzt nicht weitergehen kann.

Weiterlesen auf ZEITONLINE



März 2013

Artikel zur Pressekonferenz von hd_vernetzt vom 20.03.2013

Zum Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung

Zum Artikel im Mannheimer Morgen

hd

Fotos: Eigenproduktion

















März 2013

"Wohnkonzept hd_vernetzt"

Die Heidelberger Initiativen für gemeinschaftliches Wohnen "Collegium Academicum", "Communale e.V.", "Hagebutze", "Horizonte" und "konvisionär" legen ein detailliertes Wohnkonzept vor. Es enthält u.a. die Leitideen, Angaben zum Wohnraumbedarf, Bewertungen zur Eignung der Wohnblocks, Gestaltungshinweise für Wohnungen, Ideeen zu Ökologie und Wohnen, Prinzipien der Selbstverwaltung, Beschreibung von Projekten und Kooperationen, Ideen zum Verkehr - Mobilität - Stadtteilanbindung, Ideen zur Infrastruktur - Arbeiten - Kultur, zu Bürgerservice und Integration.
zum Wohnkonzept

März 2013

"Studenten als Vermieter: Wir kaufen uns ein Haus, ein kunterbuntes Haus"

Alexander Demling 14.03.2013 in SPIEGEL ONLINE: "Die Mieten steigen in vielen Uni-Städten rasant, bezahlbare Wohnungen für Studenten sind knapp. Warum also nicht ein Haus kaufen und an sich selbst vermieten? Studenten aus Heidelberg wollen dafür eine Million Euro zusammenbekommen - und bauen auf eine Idee aus der Hausbesetzerszene.

Von ihrer Zweck-WG genervt sind viele Studenten, aber nur wenige würden deswegen gleich selbst ein Haus kaufen. Vinzenz Erb ist da anders. "Die Leute in der Wohnung verstanden sich nicht besonders, deswegen ging auch nicht viel zusammen. Ich wollte etwas Gemeinschaftlicheres", sagt der 25-jährige Sonderpädagogik-Student aus Heidelberg über seine frühere Wohngemeinschaft. Doch statt nur umzuziehen, gründete er mit neun Freunden die Wohninitiative "Hagebutze". Seitdem besichtigen Vinzenz und seine Freunde Häuser, werben um weitere Mitstreiter und trommeln im Heidelberger Stadtrat für ihr Konzept. Ihr Ziel: 320 Quadratmeter für neun Bewohner, großer Garten, Gemeinschaftsraum für Wohnzimmerkonzerte, Diskussionsabende oder ßohmärkte. Kosten für Kauf und Sanierung: rund eine Million Euro."

Zum Artikel

März 2013

"Syndikat gegen teures Wohnen: Vereint gegen die Miethaie"

Lillian Siewert 10.03.2013 in SPIEGEL ONLINE: "Die Mieten für Wohnungen und Gewerberaum in deutschen Großstädten steigen in exorbitante Höhen. Ein ebenso innovatives wie solidarisches Konzept vereint Hausgemeinschaften im Kampf gegen diese Entwicklung - mit großem Erfolg.

Sie müssen raus, das steht fest. Das Kündigungsschreiben auf der Arbeitsplatte erinnert täglich daran. Viel Zeit bleibt ihnen nicht bis Ende September. Dann muss alles eingepackt, die letzten Sägespäne beseitigt und ihre Werkstatt geräumt sein. Damit ein neuer Stadtteil entstehen kann auf einer ßäche, die halb so groß ist wie die Hamburger Außenalster und Platz bietet für 3500 Wohnungen. Das Bauvorhaben "Mitte Altona" ist nach der Hafencity das zweitgrößte Stadtentwicklungsprojekt Hamburgs."

Zum Artikel

Februar 2013

"Stadtentwicklung neu denken"

Robert Kaltenbrunner 17.02.2013 in TELEPOLIS: "Ziele der Nachhaltigkeit dürfen nicht länger in der Unverbindlichkeit von Sonntagsreden verbleiben. Ihre Umsetzung muss durch klare Maßstäbe überprüfbar gemacht werden; es braucht "Anzeiger" für die Aufrichtigkeit und Konsequenz wohlfeiler Vorstellungen. Diese Indikatoren müssen mit Bedacht gewählt werden; zumal sie als Leitplanken und Wegweiser dienen. Zudem braucht es ein überschaubares Bündel an konkreten Zielen, die wiederum im Konsens aller relevanten Gruppen zu erstellen sind. Doch an dieser Stelle wird es schwierig; nicht nur, weil Zielkonßikte unvermeidlich sind. "

Zur Einführung

Februar 2013

"Wohnkonzept Communale"

Unser detailliertes Wohnkonzept mit den Leitideen, den Angaben zum Wohnraumbedarf, zur Subgruppenidee, zur Aufteilung der Wohnblocks, zur Gestaltung der Wohnungen, zu Ökologie und Wohnen, zur Selbstverwaltung, zu Projekten und Kooperationen, zu Verkehr - Mobilität - Stadtteilanbindung, zu Infrastruktur - Arbeiten - Kultur, zu Bürgerservice und Integration ist nun downloadbar:
zum Wohnkonzept

Januar 2013

"Zweites Bürgerforum Konversion am 31.01.2013"

Im Netz stehen Video-Berichte vom zweiten Bürgerforum Südstadt - Auch die Communale kommt zu Wort ...
zum Video-Portal der R.B.E Media RN
R.B.E Media RN auf you tube

Januar 2013

"Stand des Wohnprojekts Hagebutze"

Hagebutze - die Initiative für gemeinschaftliches Wohnen in Heidelberg berichtet in ihrem Newsletter über den aktuellen Stand ihres Projekts:

Liebe DirektkreditgeberInnen, liebe UnterstützerInnen, liebe Interessierte,

an dieser Stelle möchten wir Sie kurz über den aktuellen Stand unseres Projekts informieren.

Am 23. Januar hat der Haupt- und Finanzausschuss über den Verkauf des Hauses in Kirchheim entschieden. Die Entscheidung fiel dabei leider zu Gunsten einer anderen Gruppe aus. Grund dafür war ein Gemeinderatsbeschluss über die Vergabekriterien von 1993, nachdem u.a. Gruppen mit Kindern in derlei Entscheidungsverfahren bevorzugt behandelt werden sollen. Da unser Projekt zahlreiche positiv zu wertende Kriterien aufweist, welche in der Entscheidungsfindung keinerlei Berücksichtugung fanden und wir desweiteren über die allgemeinen Vergabekriterien im Vorhinein nicht informiert wurden, können wir der Entscheidung des Haupt- und Finanzausschusses leider nur wenig Verständnis entgegenbringen. Als Reaktion auf die Entscheidung wurde die Stadtverwaltung nun jedoch vom Gemeinderat beauftragt, die Vergabekriterien zu aktualisieren und um die Kriterien Innovative Wohnformen, Miete/Eigentum, Barrierefreiheit, etc...ì zu erweitern.

Mittlerweile haben wir uns von dem Rückschlag erholt und sind nun erneut auf der Suche nach passenden Objekten. Nach Aussage des Heidelberger Oberbürgermeisters Würzner werden in naher Zukunft weitere geeignete Objekte für Baugruppen wie uns in Heidelberg zur Verfügung gestellt. Um uns jedoch nicht wieder vollständig auf ein neues Auswahlverfahren der Stadt zu verlassen, sehen wir uns nun gleichzeitig noch auf anderen Wegen verstärkt nach passenden Gebäuden um. Dabei haben wir bereits einige Optionen im Blick, die wir in der nächsten Zeit näher begutachten werden.

Sobald ein neues Objekt gefunden ist, werden Sie umfassend über das weitere Vorgehen der Projektgruppe informieren. Unser Ziel ist es, bereits sehr zeitnah ein neues Objekt zum Kauf zu finden. Wir sind daher weiterhin dabei, Direktkredite einzuwerben und freuen uns über jegliche Unterstützung.

Wir haben in der letzten Zeit viele positive Rückmeldungen erhalten, viele Leute kennen uns und unser Projekt inzwischen und stehen uns sehr wohlwollend gegenüber. Dies macht uns Mut und lässt uns gestärkt in die Zukunft blicken!

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle deshalb nocheinmal ganz ausdrücklich danken:
für ihr Interesse, Ihr Vertrauen, ihre Unterstützung und den Austausch von Erfahrungen in der gesamten letzten Zeit.

Sollten Sie mehr über die vergangene Entscheidung der Stadt erfahren wollen oder weiere Rückfragen haben, stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Mit weiterhin optimistischen Grüßen

Ihre HageButze

Zur Website von Hagebutze

November 2012

"Selbstorganisierter Wohnungsbau"

Reinhard Huschke 17.11.2012 in TELEPOLIS: "Lebensläufe werden immer vielfältiger, passende und bezahlbare Wohnungen immer knapper. Die Standard-Wohnlösung für alle gibt es längst nicht mehr: Wer heute gut wohnen will, muss entweder über finanzielles oder soziales Kapital verfügen - am besten aber über beides."

Mario Damolin: "Dieser Beitrag auf dem Internet-Nachrichtenportal "telepolis" ist der erste Teil einer Serie zum Thema "Wohnen und Wohnpolitik", die sehr interessant zu werden verspricht."

Zur Einführung

November 2012

"4,78 Euro pro Quadratmeter"

Christoph Villinger 12.11.2012 in taz.de: "In Deutschland gilt sozialer Wohnungsbau als zu teuer. Ein Modell aus Österreich zeigt, dass es geht: nachhaltig niedrige Mieten, ohne oder mit Balkon."

Zum Artikel

Oktober 2012

Vom "Ein Kauf aller Flächen ist absolut utopisch.."
... bis zum "Bima sagt Heidelberg Kaufoption für gesamte Konversionsflächen zu"

Der Verein Communale regt seit seit März 2012 an, dass eine städtebauliche Gesellschaft (wie in anderen Städten) die Konversionsflächen kaufen soll.

Bisher:
Mannheimer Morgen, Dienstag, 24.04.2012:
"Stadel sagte allerdings sehr deutlich, dass die Stadt nicht vorhabe, die 200 Hektar komplett zu erwerben: "Ein Kauf aller Flächen ist absolut utopisch. Das können wir bei dem hohen Wert nicht machen."
Rhein-Neckar-Zeitung vom 05.10.2012:
"Würzner hatte bei einer Pressekonderenz vom 10. September auf Nachfrage gesagt, dass der zuerst freiwerdende Teil von Mark Twain Village ohne Bauträger, Wohnprojekte oder Baugenossenschaften entwickelt werden solle. (...) Würzner legte Wert auf die Feststellung, dass sein Vorschlag zur schnellen Entwicklung sich nur auf einen schmalen Streifen zwischen Kirschgartenstraße und Römerstraße beziehe."
Rhein-Neckar-Zeitung 12.10.12:
OB Würzner: "Bei den Wohnbauten in Mark Twain Village wie das Hauptquartier, die Schulgebäude usw. wurden uns ebenfalle Optionen angeboten. Bei den Wohnungsbauten in Mark Twain Village vetritt die Bima die Einschätzung, dass der Stadt kein Vorverkaufsrecht zusteht, da die Immobilien nicht militärisch genutzt worden waren. (...) Stattdessen hat uns die Bima ein Angebot gemacht, über das ich mich sehr freue: Sie ist bereit, die erste freiwerdende Teilßäche in Mark Twain Village östlich der Römerstraße zunächst einmal selbst zu vermieten und einen Teil der Wohnungen einzeln an Bürger zu verkaufen."

Die neueste Entwicklung:
Nun eine Pressemitteilung der Stadt HD auf der Website der Stadt:
"BImA sagt Heidelberg Kaufoption für gesamte Konversionsflächen zu mit dem Kernsatz: "Die Stadt Heidelberg erhält die Möglichkeit, nach Abzug der US-Armee die gesamten Konversionsflächen in der Stadt direkt anzukaufen - inklusive der Wohngebiete. Dieser Punkt war strittig zwischen der Stadt Heidelberg und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Eigentümerin der Fläche. Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner informierte den Gemeinderat in seiner gestrigen Sitzung über diesen aktuellen Verhandlungsstand."
Zur Website der Stadt HD

RNZ vom 26.10.2012:
"Versteckt" in einem Artikel über den städtischen Haushalt "Erstmals finden sich im Haushalt auch Kosten für die Umwandlung der US-Flächen wieder: 1,1 Millionen Euro sind aber nur für Bürgerbeteiligung, Untersuchungen und neues Personal vorgesehen. ßächenkäufe sind dabei nicht berücksichtigt. Das soll eine neue städtische Tochtergesellschaft übernhmen, die noch gegründet werden muss."

Oktober 2012

"Erstes Bürgerforum Konversion am 12.10.2012"

Im Netz stehen Video-Berichte vom ersten Bürgerforum Südstadt - Mario Damolin, Mitglied des Vorstands Communale e.V,. kommt zu Wort...
zum Video-Portal der R.B.E Media RN
R.B.E Media RN auf you tube

September 2012

"Communale am Start - der Flyer"

Im Flyer der Communalen erhalten Interessierte Antworten auf die Fragen: Was will die Communale? Warum neue Wohnformen in Mark-Twain-Village? Wer ist die Communale? Wie passt das Konzept der Communalen zum städtischen Leitbild? zum Communale-Flyer
Juli 2012

"Urban Gardening und Urban Knitting in der Metropolregion"

Ute Straub geht Fragen nach, die sich im Zusammenhang mit Wohn- und Stadtgestaltung auch stellen. Sie wird fündig bei Kunst und Grünes im hack-museumsgARTen, Ludwigshafen, und Bestrickt-Bestrickendes in Mosbach. zur Info
Juni 2012

"Gestaltung und Finanzierung von Wohnprojekten"

Rolf Novy-Huy von der Stiftung Trias geht in einem Vortrag auf die wichtigsten Fragen ein, die sich bei Wohnprojekten in Sachen Rechtsform und Finanzierung stellen. zum Vortrag
Juni 2012

"Rechtsformen bei Wohnprojekten"

Rolf Novy-Huy von der Stiftung Trias erläutert in seiner Präsentation die möglichen Rechtsformen bei Wohnprojekten. zur Präsentation
Juni 2012

Präsentation Communale

Auf der Informationsveranstaltung des Vereins Communale am 26.06.12 in der Vereinsgaststätte "Zum Achter" in Neuenheim stellten Baraba Birzle-Harder und Stefan Schöberlein aus dem Vorstand des Vereins einem interessierten Publikum die Ziele und Vorhaben des Vereins vor. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit vielen Vorschlägen zum weiteren Vorgehen.
Wer diese Veranstaltung nicht besuchen konnte, kann sich die Präsentation vom 26.06. anschauen.
zur Präsentation
Juni 2012

"Viel Grün, große Wohnungen und Freiflächen"

Die Rhein-Neckar-Zeitung berichten am 30.06.12 über die Bürgerfahrt durch die US-Liegenschaften

60 Heidelberger durften am 29.06. an der ersten Bürgerfahrt in das Patrick-Henry-Village und das Mark-Twain-Village teilnehmen. Weitaus mehr hatten sich im Rathaus und bei der Rhein-Neckar-Zeitung für die Fahrt beworben, ein Indiz für das große Interesse an dem Thema. Laut Artikel der RNZ wurde den Teilnehmern ein Wohnblock gezeigt, in dem es Wohnungen mit drei oder vier Zimmern (plus Küche, Bad) gibt, Wohnhäuser ("Quarts") mit vier oder fünf Zimmern (plus Küche, Bad und Extra-WC) und Truppenunterkünfte mit Einzimmerwohnungen (Bad wird mit einem Nachbar geteilt).
Die Wohnungen, vor allem die großen, wurden von den Teilnehmern mit großem Interesse registriert. Während der Vetreter der Bima die Wohnungen als "ganz ordentlich" und in "mittelprächtigen Zustand" bezeichnete, beschrieb der Vertreter des amerikanischen Wohnungsamtes alle Häuser als saniert und teilweise wärmeisoliert. Bei der Sanierung hätten im Zweifel immer die weitergehenden Vorschriften gegolten.

Stimmen der Bürger:
"In Mark-Twain-Village könnte man sofort einziehen."
"Die Wohngebäude bieten sich für bezahlbaren Wohnraum an.
"Das sind sehr schöne, bezugsfertige Wohnungen, bei denen sich viele Nutzungen anbieten. Nicht nur für 'Vater, Mutter, Kind', sondern auch für gemeinschaftliche Wohnprojekte .."

Juni 2012

Presseartikel zur Veranstaltung des Heidelberger Mietervereins zu den Konversionsflächen am 21.06.2012

Die Rhein-Neckar-Zeitung und der Mannheimer Morgen berichten über eine interessante Veranstaltung
OB Dr. Würzner: "Aber die Stadt will Teile erwerben und hat dazu eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme auf den Weg gebracht."

„IBA ? BImA? Konversion? Bezahlbare Mietwohnungen auf den US-Flächen!“

Gäste auf dem Podium:
Oberbürgermeister Dr.Eckart Würzner (Heidelberg)
Michael Scharf (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben – BimA, Bonn)
Till Schweizer (Architektenkammer Heidelberg)
Reiner Wild (Präsidium DMB und Geschäftsführer Berliner Mieterverein)

Heidelberger Nachrichten

"Gute Frage, leider keine Antwort"

Götz Münstermann geht in seinem Artikel davon aus, dass die Kernfrage, ob und wieviel preisgünstige Wohnungen auf den Konversionsflächen entstehen, nicht beantwortet wurde. Er sieht bei OB Würzner die Tendenz, dass die Stadt über das Planungsrecht steuern will und nur bei mangelnder Kooperation soll eventuell eine Entwicklungsmaßnahme kommen.

Mannheimer Morgen

"Bürger fürchten den Verkauf an Investoren"

Julia Koch zitiert OB Würzner: "Die Stadt will Teile erwerben und hat dazu eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme auf den Weg gebracht."

Für den Verein Communale der Passus interessant: "Den Anfang macht im Herbst das Mark-Twain-Village. Dann sollen sich auch die unabhängigen Projekte und Genossenschaften einbringen können, die sich auf den Flächen engagieren möchten. Wie zum Beipiel die Communale, dessen Mitglied Andreas von Bernstorff bei der Diskussion war: "Wir wollen mit mehreren Leuten dort einziehen."
Auch hd_vernetzt mit Dorothee Rodenhäuser wird zitiert.

PDF-File mit den Artikeln


Juni 2012

Thorsten Stegemann 19.06.2012 in TELEPOLIS

"Arme an den Stadtrand"

Das Deutsche Institut für Urbanistik warnt vor der zunehmenden sozialen Spaltung in deutschen Großstädten.

"Dass Arm und Reich zwar in einer Stadt wohnen, aber zunehmend unterschiedliche oder gar strikt getrennte Lebensbereiche bevölkern, ist seit langem bekannt. Um der sozialen Spaltung, die die Fachwissenschaft Segregation nennt, entgegenzuwirken, wurde bereits 1996 ein bundesweites Aktionsprogramm mit dem schönen Namen "Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt" ins Leben zu rufen. Es sollte "einzelsektorale Versuche der Problemlösung, die angesichts der komplexen Situationen vor Ort als unzureichend betrachtet wurden, hinter sich lassen" und die Situation ganzheitlich betrachten, also auch "integrierte Ansätze zur Entwicklung der benachteiligten Stadtteile erproben".

Der Rotstift in der sozialen Stadt

Seit 1999 gibt es nun das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt[1], für das Bund, Länder und Kommunen bis 2011 insgesamt 3 Milliarden Euro bereitstellten. Sie flossen in rund 600 Programmgebiete in 375 Städten und Gemeinden[2]. 2012 beteiligt sich der Bund allerdings nur noch mit 40 Millionen Euro - die drastischen Kürzungen im Bereich der Städtebauförderung treffen auch und vor allem das Programm "Soziale Stadt". Sollte sich dieser Trend fortsetzen, werden die Folgen bald vielerorts zu spüren sein, meint die Kampagne "Soziale Stadt retten!", die eine potenzielle Streichliste[3] veröffentlicht hat. Auch Vertreter der Kommunen, etwa Freiburgs grüner Oberbürgermeister Dieter Salomon, weisen[4] nachdrücklich darauf hin, "wie existentiell bedeutsam die Gelder aus der Sanierungsförderung für Projekte der Stadtgestaltung und sozialen Stabilisierung von ganzen Stadtquartieren sind." Solche Schlagzeilen sind bedenklich fürs politische Geschäft. Das fiel[5] auch Angela Merkel auf, als sie Ende März die 7. Integrationsministerkonferenz besuchte:

Es ist darauf hingewiesen worden, dass das Bundesprogramm "Soziale Stadt" eine große Bedeutung für die Integration hat, insbesondere für die Investition in Wohnquartiere. Hier ist der Wunsch geäußert worden, dass die finanziellen Ausstattungen eher etwas besser werden. Ich werde mir das in der Bundesregierung noch einmal anschauen. Angela Merkel

Lesen Sie weiter auf http://www.heise.de/tp/artikel/37/37112/1.html

[1]http://www.sozialestadt.de
[2] http://www.guardian.co.uk/uk/2012/apr/24/london-exporting-council-tenants [3] http://soziale-stadt-retten.de/soziale-stadt/praxis [4] http://www.freiburg.de/servlet/PB/menu/1227284_l1/index.html [5] http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Mitschrift/Pressekonferenzen/2012/03/2012-03-21-merkel-imk.html

Zur Diskussion gestellt von M. Damolin

Mai 2012

Bürgerbeteiligung à la Heidelberg

Pressemitteilung Stadt Heidelberg:

"Ziel der zweiten Phase ist es, für die Flächen Entwicklungsszenarien zu erarbeiten. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger spielt dabei eine zentrale Rolle – sie sollen parallel zur fachlichen Planung intensiv einbezogen werden. Der Prozess wird zudem eng mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) verzahnt.
,Für den Erfolg der weiteren Planung ist es entscheidend, dass Fachplanung und Bürgerbeteiligung eng verzahnt werden', erklärte Erster Bürgermeister Bernd Stadel bei einer Pressekonferenz. ,Die Entwicklung der Flächen kann nicht nach dem 'Wünsch-Dir-was-Prinzip' erfolgen, sondern muss sich an den konkreten Realisierungsmöglich-
keiten einschließlich der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen orientieren.
Deshalb wird die Fachplanung wirtschaftliche, stadtplanerische oder ökologische Bewertungen vornehmen, auf Basis derer die Bürgerinnen und Bürger Entwicklungsszenarien ausarbeiten können. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung dienen wiederum als Grundlage für die weitere Arbeit der Fachplanung.' "

Hervorhebung nicht im Original

Zur Presseerklärung

Text: W. Wagner

Aus dem Weißbuch der Stadt Mannheim

"Mit diesem Weißbuch stellt die Stadt auf der Basis der Ideen und der in der Bürgerschaft geführten Debatten, Eckpunkte vor, die als Rahmenplanung für die frei werdenden Militärflächen und für die Entwicklung der Stadt insgesamt gelten sollen."
Ein Beispiel für Ideen von Bürgern in Mannheim:
"Gemeinschaftswohnen, Mehrgenerationenwohnen, Integratives Wohnen liegen im gesellschaftlichen und demografischen Trend. Areale bzw. Experimentierfelder für neue Formen des Zusammenlebens und sozialen Miteinanders sind da, Potenziale auf bürgerschaftlicher Seite mit KONVERSION, Mietersyndikat, 13ha Freiheit, MaJunA, Verein Umbau ebenfalls. Turley Baracks können das erste Testfeld sein
Programmatische Stichworte hierzu: „Internationales Dorf“, „Solidarisches Wohnen“, Verknüpfung von Wohnen und Arbeit (Handwerkshöfe), von Wohnen und Kultur zur „Wohnkultur“. Wohnen kompakt in städtischen Strukturen, nicht in ländlicher Idylle.
Konsens 100 %"

Hervorhebung nicht im Original

Zum Weißbuch

Mai 2012

Matthias Becker 25.05.2012 in TELEPOLIS

"Die Weltwirtschaftskrise ist eine Krise der Urbanisierung"

US-Ökonom David Harvey über die Geschichte des Kapitalismus als eine Abfolge von Immobilienblasen, das merkwürdige Weiterleben des Neoliberalismus und die Stadt als Ausgangspunkt für eine neue Bewegung.

"Die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise ist eine Krise der Städte", sagt der amerikanische Geograph und Ökonom David Harvey[1]. Überall auf der Welt seien es die städtischen Unterschichten, die am meisten unter Sozialabbau, steigenden Mieten und Verdrängung litten. Gleichzeitig sieht er in neuen urbanen Bewegungen, zum Beispiel in Lateinamerika, den stärksten Gegner des Neoliberalismus. Aber der Zusammenhang zwischen Stadt und Krise geht darüber hinaus: Eine fortschreitende Urbanisierung war seiner Meinung nach eine der Voraussetzungen dafür, dass der Kapitalismus bisher seine Krisen überwinden konnte - ein Prozess, der nun ins Stocken gerät ...

Professor Harvey, ich bin auf eine bemerkenswerte Meldung[2] aus England gestoßen: Im Zuge der Sparpolitik wurde eine Obergrenze für die Wohnbeihilfen festgelegt. Weil aber die Mieten in London immer weiter steigen und es kaum noch Sozialwohnungen gibt, gehen einige Stadtbezirke offenbar dazu über, Menschen, die von der Obdachlosigkeit bedroht sind, in anderen Landesteilen unterzubringen - 150 Kilometer und mehr von ihrer Heimatstadt entfernt. Was sagen Sie dazu?

David Harvey: Mich überrascht das nicht. Die Verdrängung von Armen aus den Städten verschärft sich. Überall auf der Welt sind es die städtischen Unterschichten, die am meisten unter den Krisenfolgen leiden, unter steigender Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung, aber eben auch unter den Kürzungen von staatlichen Hilfen. In den verschiedenen Weltregionen nimmt der Krisenverlauf natürlich unterschiedliche Formen an, aber überall sind die ohnehin verarmten Bevölkerungsteile einem scharfen Angriff auf ihren Lebensstandard ausgesetzt. Ich möchte in diesem Zusammenhang betonen, dass es sich dabei um politische Entscheidungen handelt, nicht um sogenannte Sachzwänge. Die Krise ist eine willkommene Ausrede, um alle staatlichen Programme anzugreifen, die Wohlstand von oben nach unten umverteilt haben. Das ist nicht nötig, um aus der Krise zu kommen, im Gegenteil - die Daten gerade aus Europa zeigen meiner Meinung sehr deutlich, dass Austerität eben nicht funktioniert, sondern in nächste Rezession führt. Aber aus Sicht der oberen Klassen ist Rezession gar kein Problem, solange es ihnen gut geht - und es geht ihnen einigermaßen gut, teilweise sogar besser als vor 2007.

Lesen Sie weiter auf http://www.heise.de/tp/artikel/36/36988/1.html

[1] http://davidharvey.org
[2] http://www.guardian.co.uk/uk/2012/apr/24/london-exporting-council-tenants

Zur Diskussion gestellt von M.Damolin

Mai 2012

Schläft die Stadt oder bahnt sich ein Skandal an?

Alle erfolgreichen Umwandlungen von Konversionsflächen in deutschen Städten haben eine Gemeinsamkeit: Städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen sind der Schlüssel für den Erfolg!
.... und in Heidelberg?

Beispiel Augsburg:
Rechtzeitig handeln:
"Frühzeitig wurden Einleitungsbeschlüsse für städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen gefasst sowie Planungswerkstätten und städtebauliche Ideenwettbewerbe durchgeführt. In der Verwaltung wurde die Konversion zur Chefsache gemacht, eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Stadtdirektors eingerichtet und zur Verfahrensbeschleunigung ein eigener Konversionsausschuss ins Leben gerufen."

Rechtliche Möglichkeiten ausschöpfen:
Für die Umwandlung der Konversionsflächen kamen verschiedene rechtliche Instrumentarien zur Anwendung: Die eigentlichen Kasernenflächen wurden durch die Stadt Augsburg im Rahmen von förmlich festgesetzten Entwicklungsmaßnahmen bzw. aufgrund der Verbilligungsgrundsätze des Bundes zum entwicklungsunbeeinflussten Anfangswert vom Bund erworben."

Eine Entwicklungsgesellschaft führt durch:
"Um die Abwicklung zu erleichtern wurde die Augsburger Gesellschaft für Stadtentwicklung und Immobilienbetreuung GmbH (AGS), eine Tochtergesellschaft der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Augsburg mbH (WBG) Zwischeneigentümer. Die AGS bereitete die Grundstücke zur Bebauung vor und entschied zusammen mit den zuständigen Referaten und Gremien der Stadt Augsburg über die Vergabe an private und öffentliche Bewerber."

Die Bürger früh beteiligen:
"Die Entwicklung der großen Kasernenflächen wurde von intensiver Bürgerbeteiligung unter externer Moderation begleitet. Die Mitwirkung der Bürger begann bereits bei der Erstellung erster Planungsvorgaben für die späteren Wettbewerbe und setzte sich bis zum Abschluss der Bebauungsplanung fort. Die hohe Akzeptanz bei den Bürgern für die Planungen auf den ehemaligen Kasernenflächen ist sicher wesentlich durch diese weit über das gesetzlich geforderte Maß hinausgehende Bürgerbeteiligung begründet."
(http://www.m-r-n.com/fileadmin/user_upload/VRRN/Planung_und_Entwicklung/Konversion/
Vortrag_Regionalkonferenz_Konversion_Augsburg.pdf)


Beispiel Mannheim
"Dort, wo die Stadt Mannheim entsprechend ihren städtebaulichen Zielvorstellungen die Realisierung nachfolgender oder neuer Nutzungen fördern und Baurecht schaffen will, werden Bebauungspläne aufgestellt. Besondere Bedeutung für die Steuerung der Entwicklung auf den Konversionsflächen haben außerdem die Instrumente des besonderen Städtebaurechts. insbesondere städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen sind dabei geeignet, die Entwicklung im Sinne der Stadt Mannheim zu lenken, nötigenfalls im Wege der Enteignung. Auch städtebauliche Sanierungsmaßnahmen und Maßnahmen des Stadtumbaus können sich als geeignet erweisen, um die mit der militärischen Konversion verbundenen Aufgaben anzugehen. Dadurch ist die Stadt in der Lage, auf den Verkauf von Grundstücken Einfluss zu nehmen durch Vorkaufsrechte und Genehmigungsvorbehalte – auch für den Verkaufsfall, sodass eine den städtischen Zielen zuwiderlaufende Realisierung von Vorhaben verhindert werden kann."
(Weißbuch der Stadt Mannheim)
"Der Gemeinderat hat den von der Stadt Mannheim durchgeführten Weißbuchprozess einstimmig begrüßt. Der breit angelegte Bürgerbeteiligungsprozess fand damit die Zustimmung aller Gemeinderatsmitglieder. Die Eckpunkte des Weißbuchs Konversion wurden – mit nur wenigen Gegenstimmen und Stimmenthaltungen - und mit nur leichten Formulierungsänderungen beschlossen. Mit der gestrigen Entscheidung sind die Eckpunkte für die Konversion beschlossen worden. Die Stadt kann jetzt mit der Umsetzung der nächsten Schritte in Sachen Konversion beginnen. Geplant ist die Gründung einer kommunalen Entwicklungsgesellschaft."
(http://www.mannheim.de/nachrichten/gemeinderat-segnet-mehrheitlich-weissbuch-ab)


Und Heidelberg?
"Stadel sagte allerdings sehr deutlich, dass die Stadt nicht vorhabe, die 200 Hektar komplett zu erwerben: "Ein Kauf aller Flächen ist absolut utopisch. Das können wir bei dem hohen Wert nicht machen." Man werde sicherlich über Teilflächen nachdenken. Aber es sei nichts dagegen zu sagen, wenn Areale - beispielsweise für den Wohnungsbau - privat oder von anderen Trägern entwickelt würden. Man wolle als Stadt nur nicht, dass eigene Planungsziele konterkariert würden.
(http://www.morgenweb.de/region/mannheimer-morgen/heidelberg/kauf-aller-flachen-utopisch-1.549649)

Heidelberg:
- Ist die Konversion Chefsache?
- keine Planung für eine städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme!
- keine Gründung einer kommunalen Entwicklungsgesellschaft!
- Mannheim hat eine höherer ProKopf-Verschuldung als Heidelberg!
- keine Initiative einer Gemeinderatsfraktion für eine Entwicklungsmaßnahme!
- kein Thema im Bauausschuss!
- kein Thema im Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss!
- Die BImA preist in einer Broschüre bereits die Konversionsflächen für Investoren an!

In eigener Sache:
Anlass für die Recherchen auf dieser Seite sind die Ausführungen von Abraham de Wolf, Bürger für Heidelberg, der fachkundig und detailliert die rechtlichen und politschen Zusammenhänge darstellt. Die Bürger für Heidelberg fordern seit einiger Zeit städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen.

Text: W. Wagner

Mai 2012

Die Konversionsflächen in Heidelberg

Konversion:

Der Begriff der Konversion beschreibt den Übergang eines bestimmten Zustandes in einen neuen. Im Bereich der Stadtentwicklung steht Konversion für den Veränderungsprozess von Flächennutzungen. Zumeist wird darunter die Umwandlung von ehemaligen militärischen Flächen in zivile Folgenutzungen verstanden. In Heidelberg haben vor allem die derzeit militärisch genutzten Flächen einen herausragenden Stellenwert für die künftige Stadtentwicklung.

Die Heidelberger Konversionsflächen:


1 Patrick Henry Village 97,2 ha

2 Airfield 15,6 ha

3 Patton Barracks 14,8 ha

4 Campbell Barracks + Mark Twain Village 43,4 ha

5 Hospital 9,3 ha

Die insgesamt 180,3 ha großen militärisch genutzten
US-Flächen liegen südlich des Neckars in den Stadtteilen Kirchheim, Südstadt und Rohrbach.



Wie sieht das Planungsrecht aus?

Derzeit gilt für die Flächen der § 37 des Baugesetzbuches (BauGB), der bauliche Maßnahmen des Bundes und der Länder regelt. Nach dem Abzug der US-Streitkräfte werden die Flächen von ihrer militärischen Sondernutzung entwidmet. Damit erhält die Stadt Heidelberg die Planungshoheit, d.h., dass sie über Bebauungsplanverfahren die Art und das Maß der Nutzung festsetzen und weitere Regelungen zum Umgang mit den Flächen treffen kann. Damit entscheidet sie zum Beispiel, wo Wohn- und Gewerbegebiete oder Grünflächen, Wege und Straßen entstehen. Da dies Auswirkungen auf den Flächennutzungsplan und den Regionalplan hat, findet hierzu eine enge Zusammenarbeit mit dem Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim.

Viele Städte haben bereits gezeigt, dass aus Visionen Realität werden kann – und wie sie Realität werden. Freiburg hat eine Ökosiedlung, Tübingen das „Franzosenviertel“, Ostfildern den Scharnhäuser Park, Karlsruhe die „Nordstadt“, Kaiserslautern einen Technopark, Dortmund seinen Phönix-See, Berlin sein Tempelhof-Sportfeld. Selten waren die Wege zum Ziel gerade und unkompliziert. Überall waren Zwischennutzungen, Geduld, pfiffige Ideen aus der Bürgerschaft notwendig. Heidelberg kann viel lernen aus den Erfahrungen, die andere Städte schon gemacht haben.

Zum Beispiel: Mark Twain Village

Aktuelle Infrastruktur: ca. 700 Wohnungen für Familien auf 26,92 ha, Bürogebäude mit Laden, Gebäude mit Soldatenquartieren, Kirche, großes Schulgebäude mit großer Aula, Küche und Mensa, Sporthalle und Sport/Tennisplätze, mehrere Verwaltungsgebäude. Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr (Straßenbahn Karlsruher Straße, Bus Römerstraße)

Text: W. Wagner

Mai 2012

Die Leitlinien der Stadt Heidelberg - Stadtpolitik

Kernsätze der Leitlinien:

"Um die Herausforderung des Konversionsprozesses zu bewältigen, beschloss der Gemeinderat im Dezember 2010 einen langfristig angelegten dialogischen Planungsprozess, in den neben Verwaltung und Politik, Vertreter/-innen von Institutionen sowie Bürgerinnen und Bürger intensiv und frühzeitig einbezogen werden. Der Prozess ist in drei Phasen gegliedert: Phase 1 (ab 2011) Ideen, Wünsche und Bedarfe zusammentragen, auswerten und bewerten; Ableitung von Entwicklungszielen für die US-Flächen – Erstellung eines Leitbildes Phase 2 (ab 2012) Erarbeiten von Planungen für die Standorte und ihe Umgebung und Zusammenführen zu einem integrierten Entwicklungskonzept Phase 3 (ab 2014) Umsetzung der Planungen"

"Die Größenordnung der frei werdenden Flächen und ihre stadtstrukturelle Lage erfordern eine offensive kommunale Planungsstrategie, die eine nachhaltige Entwicklung im Sinne des Stadtentwicklungsplanes verfolgt, die gleichermaßen soziale, kulturelle, ökologische und ökonomische Belange berücksichtigt und städtebauliche Qualitäten sichert."

"Planungsgrundlage Planung ist ein offener Prozess, der neue Erfahrungen und Entwicklungen aufnimmt und Raum für Neues, Unbekanntes lässt. Er soll transparent und mitwirkungsoffen für alle Bürgerinnen und Bürger sein. Er versteht sich als Baustein zur Schaffung von Freiräumen und zur Förderung von Innovation."

"Es werden vielfältig gemischte und lebendige Quartiere mit guter Lebensqualität und Mut zu Experimenten entstehen. Diese werden in geeigneter Weise mit der Umgebung und dem gesamten Stadtgefüge verflochten. Eine anspruchsvolle, auch experimentelle Architektur wird Quartiere mit hoher, identitätsstiftender Qualität schaffen."

"Mit der Entwicklung der Konversionsflächen wird ein wesentlicher Beitrag zu einem ausreichenden Wohnangebot für unterschiedliche Nutzer- und soziale Gruppen geleistet, bei dem vielfältige Wohnformen berücksichtigt werden."

"Welche neuen Nutzungsmöglichkeiten sind geplant?

Es sind noch keine Festlegungen getroffen, wie die Flächen in Zukunft genutzt werden sollen. Dies soll gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern diskutiert und erarbeitet werden. Hier wird es sicherlich viele Ideen und innovative Ansätze geben. Grundsätzlich sind Nutzungen als Wohnraum, Gewerbeflächen, für Wissenschaft und Forschung denkbar, aber auch Freiflächen und Erholungsräume werden eine wichtige Rolle spielen. Entwickelt werden muss auch eine gute Infrastruktur mit Kindergärten, Sporteinrichtungen, öffentlichem Nahverkehr und Nahversorgung." (Stadt HD 06.04.12)

"Plant die Stadt Heidelberg den Erwerb der Flächen, die größtenteils dem Bund gehören?

Eigentümer der Flächen ist der Bund, genauer die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImMA). Diese hat bereits angekündigt, die Flächen verkaufen und nicht selbst nutzen zu wollen. Der Bund strebt nach eigenen Aussagen eine möglichst wirtschaftliche Verwertung der Flächen an. Im Hinblick auf den Kauf von Flächen durch die Stadt sind noch keine Entscheidungen gefallen. Diese Fragen werden erst im Laufe des Planungsprozesses behandelt werden können, wenn man sich über die beabsichtigte zukünftige Nutzung im Klaren ist. Die Preise hängen von vielen Modalitäten ab, unter anderem von der zukünftigen Nutzung, der jeweiligen Lage, dem Zustand von Flächen und Gebäuden, usw. Bei der Entwicklung der zukünftigen Nutzung ist eine Zusammenarbeit mit Partnern sicherlich förderlich. Dazu gibt es diverse Möglichkeiten, wie zum Beispiel privater Ankauf, PPP-Projekte (Public-Privat-Partnership), Entwicklungsgesellschaften, aber auch rein städtische Flächen zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben." (Stadt HD, 06.04.12

Bürger für Heidelberg

"Die Stadt soll eine städtebauliche Entwicklungsmaßnahme beantragen. Das heißt: Sie weist nach, dass es zum Wohl der Allgemeinheit erforderlich ist, dass sie die Flächen erwirbt. Beispielsweise weil ein erhöhter Bedarf an Wohn- und Arbeitsstätten besteht. Dann kann sie die Flächen von der BImA zu einem Preis unter dem Marktwert kaufen. "Aber das bedarf einer sorgfältigen Begründung", betont de Wolf. Und es müsse unverzüglich ein Bebauungsplan aufgestellt werden." (Bürger für Heidelberg)

Die Heidelberger Parteien

"Sofern die amerikanischen Streitkräfte durch Verlagerungen Wohnraum freigeben, muss deren reibungslose Übernahme gewährleistet sein."(CDU)

"In vielen Städten gibt es ehemals militärisch genutzte Konversionsflächen, die von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIma) verwaltet und verkauft werden sollen. Auch in Heidelberg eröffnet der Abzug der amerikanischen Truppen, Entwicklungschancen für ein größtenteils zentrumsnah gelegenes Gebiet. In einigen Städten wurden Konversionsflächen bereits zu Modellquartieren einer „Grünen Stadt der Zukunft“ entwickelt, mit Lebensqualität für alle Lebensalter, Bürgerbeteiligung, hohe Energiestandards, Verkehrssicherheit und kurze Wege, Arbeits- und Entfaltungsmöglichkeiten. Das Areal beidseits der Römerstraße bietet hierfür Chancen. Darüber hinaus könnten Einrichtungen des Gesundheitsbereichs, der Bildung, des Sports und der Kultur in den Heidelberger Süden zu verlagert werden, um damit das südliche Heidelberg durch eine verbesserte Infrastruktur aufzuwerten." (GRÜNE)

"Die Planungshoheit bei der Durchführung der Konversion der US-Liegenschaften in Heidelberg muss bei der Stadt Heidelberg liegen, unter deren Regie der gesamte Prozess der Umwandlung stattfinden soll. Um dieses Verfahren, das Schritte wie Ideenfindung, quantitative Erhebungen und baurechtliche Abwicklung umfasst, professionell abwickeln zu können, sind die damit befassten städtischen Behörden personell quantitativ und qualitativ ausreichend zu besetzen. Interessierten Bürgerinnen und Bürgern ist von Beginn an die Möglichkeit zu geben, sich aktiv an der Planung der Konversion zu beteiligen; erforderlich sind insbesondere die unbedingte Transparenz der Verfahren, ein ausreichender Zugang zu allen bestehenden Informationen und eine breite öffentliche Diskussion des Prozesses."(SPD)

"Durch den Abzug der Amerikaner stehen wir nun genau vor der Frage, wofür wir unser Geld ausgeben wollen. Am 3.8.10 habe ich im Land bei FDP-Wirtschaftsminister Pfister nachgefragt, ob die Vergabe von Fördermitteln für die Entwicklung der US-Militärflächen Einfluss auf die Förderwürdigkeit dieses Tunnelprojekts samt Neckarufer-Umgestaltung haben könnte. Im Antwortschreiben vom 24.8. wird klar gesagt: „Das Wirtschaftsministerium wird entsprechenden Anträgen der Stadt Heidelberg nach Freiwerden der Liegenschaften im Rahmen der Gesamtschau aller Anträge einen Fördervorrang einräumen. Es muss aber erwartet werden, dass die Stadt ihre Prioritäten entsprechend auf die Konversionsmaßnahmen konzentriert“. Für mich sind die Prioritäten klar: Schaffung von günstigem Wohnraum." (Dr. Annette Trabold - FDP)

"Bürgerbeteiligung wird jetzt in Heidelberg großgeschrieben und es steht einiges an: Die Entwicklung der US-Flächen, die Entscheidung, ob ein Kongresszentrum und dann wo dies entstehen soll und dann noch die "amputierte" Entscheidung über die Straßenbahn durch die Friedrich-Ebert-Anlage. Dies ist unter anderem die Konsequenz aus dem Bürgerentscheid über den Stadthallen-Anbau, allerdings diesmal nicht unter der Prämisse "Wir sind dagegen", sondern konstruktiv im Sinne einer Zielfindung. Wir rufen daher alle Heidelberger auf, sich hieran konstruktiv und intensiv zu beteiligen, denn nunmehr liegt die Verantwortung zum Teil auch in Ihren Händen!"(Die Heidelberger)

"Die GAL begrüßt und befürwortet das Vorgehen der Stadt im Bezug auf die amerikanischen Liegenschaften. Neben dem klugen Weg von Entwicklungsbeirat und Bürgerforen ist auch ein klarer Weg der BIMA gegenüber angesagt. Solange Land und Bund außer freundlichem Interesse keine weitere konkrete Förderung des Konversionsprozesses in Nordbaden zusagen, sind die Gemeinden und Gebietskörperschaften auf sich gestellt. Ein klares Votum zur Bestätigung von Planungshoheit und Planungsbereitschaft ist nötig! "(Grün-alternative Liste)

"•Verbesserung des Wohnumfelds und Entwicklung passender Nutzungskonzepte und –Angebote für alle Generationen •Verbesserter Zugang zum Wohnungsmarkt für benachteiligte Menschen •Generationenwohnen in der Bahnstadt •neue Wohnformen ermöglichen •Erarbeitung eines Nutzungskonzepts für die amerikanischen Liegenschaften •Beschluss einer Entwicklungsmaßnahme für die Flächen der US - Army" (generation.hd)

"Wir müssen die Konversion der US-Flächen vor allem dazu nutzen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Sie ist eine einzigartige Chance, den Mietspiegel und die Preise für Wohneigentum vom höchsten Niveau in verträglichere Regionen zu bringen. Hier dürfen die bei der Bahnstadt gemachten Fehler nicht wiederholt werden. Fragen, die die Entwicklung der US-Flächen betreffen, dürfen nur bedingt mit dem Thema „Internationale Bauausstellung“ verknüpft werden. Diese greift zu kurz und dauert zu lange."(Hildegard Stolz Bunte Liste)

"Alle Arten der Gebäude- und Flächennutzung sind willkommen, sofern sie integrationsfähig, ausgewogen und ohne unverhältnismäßige Nachverdichtung umsetzbar sind und der Werterhaltung des Bestandes nicht schaden. Bestehende Stadtteilstrukturen sollen ergänzt, erweitert und möglichst verbessert werden."(FVW)

"Auslotung des Entwicklungspotentials in der Stadt beim schon jetzt absehbaren Wegzug der amerikanischen Streitkräfte und ihrer Familien" (Heidelberg pflegen und erhalten)

Text: W. Wagner

Mai 2012

Rechtsformen und Finanzierungen

Mietshäusersyndikat

Ein interessanter Artikel zum Mietshäusersyndikat in der Onlineausgabe der Badischen Zeitung vom 09. Mai 2012: zur Website

Broschüre von www.syndikat.org zum Mietshäusersyndikat: zum Download

Die in Freiburg 1992 gegründete Organisation Mietshäuser Syndikat (http://www.syndikat.org/) betrachtet sich als Netzwerk, das dauerhaft günstigen Wohnraum erhalten und Häuser vor Spekulation schützen will. Das Mietshäuser Syndikat berät selbstorganisierte Hausprojekte, die sich für das Syndikatsmodell interessieren, beteiligt sich an Projekten, damit diese dem Immobilienmarkt entzogen werden, hilft mit Know How bei der Projektfinanzierung und initiiert neue Projekte Im Unterschied zu einer Genossenschaft wird für jedes Wohnprojekt eine GmbH gegründet, an der das Mietshäuser Syndikat zu 49 Prozent und der jeweilige Hausverein zu 51 Prozent beteiligt sind. Das Mietshäuser Syndikat übt dabei eine Art Kontroll- oder Wächterorganisation aus: In bestimmten Angelegenheiten wie Hausverkauf, Umwandlung in Eigentumswohnungen oder ähnlichen Zugriffen auf das Immobilienvermögen hat das Mietshäuser Syndikat Stimmrecht; und zwar genau eine Stimme. Die andere Stimme hat der Hausverein. Das hat zur Folge, dass in diesen Grundlagenfragen eine Veränderung des Status quo nur mit Zustimmung beider Gesellschafter beschlossen werden kann: Weder der Hausverein noch das Mietshäuser Syndikat können überstimmt werden. Beratung von Projektinitiativen ist der umfangreichste Teil der Syndikatsarbeit. Klassisches In gemeinsamen Treffen mit den Mitgliedern eines Wohnprojekts werden Machbarkeit und Finanzierungsmöglichkeiten geklärt, Projektkonzept und Baupläne durchgesprochen, Feinheiten des Organisationsmodells erklärt, Fragen zur laufenden Haus- und Finanzverwaltung beantwortet und beim GmbH- und Kaufvertrag mitgewirkt. Aber: Die Arbeit wird der Initiative nicht abgenommen, auch nicht die Verantwortung und die Entscheidung. Das Syndikat hilft auch nicht bei Gruppenfindungsprozessen, oder bei der Wohnraum- bzw. Immobilienvermittlung. Das Mietshäuser Syndikat empfiehlt für die Finanzierung Geld aus Direktkrediten – also von Freunden, Verwandten und Bekannten der Mitglieder. Unterstützung bekommen die neuen Hausvereine außerdem von den schon länger etablierten Projekten des Mietshäusersyndikats. Diese zahlen in einen Solidarfonds ein, der zurzeit rund 360. 000 Euro umfasst.

Text: K. Adzersen, W. Wagner

Genossenschaften

Finanzierung gemeinschaftlicher Wohnprojekte
"Wer Mitglied der Genossenschaft pro... gemeinsam bauen und leben eG werden möchte, bezahlt 150,- € als einmalige Aufnahmegebühr und legt einen unverzinslichen Geschäftsanteil von 500,- € ein. Die Genossenschaft finanziert gemeinschaftliche Wohnprojekte mit - dem Eigenkapital aus Genossenschaftsanteilen aller Genossenschaftsmitglieder, - Kapital aus zusätzlichen Genossenschaftsanteilen derjenigen, die in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt zur Genossenschaftsmiete wohnen, - Förderdarlehen, die Genossenschaftsmitglieder der Genossenschaft als zinsgünstige Darlehen zur Verfügung stellen, - öffentlichen Darlehen über die Wohnbauförderung, - Fremdkapital zu marktüblichen Bedingungen. Um ein Wohnrecht in einem Genossenschafts-Wohnprojekt zu erwerben, zeichnet ein Genossenschafts-Mitglied zusätzliche Genossenschaftsanteile im Wert von ca. 300,- €/m² Wohnfläche. Ein Teil dieses Betrages kann in Absprache mit der Genossenschaft und der Bewohnergruppe in Eigenleistung erbracht werden. Genossenschaftliches Wohnrecht ist kein Eigentumsrecht, sondern ein Dauerwohnrecht auf Lebenszeit. Für eine im Landeswohnungsbauprogramm geförderte Genossenschaftswohnung ist eine Nutzungsgebühr von ca. 5,00 bis 7,50 €/m² zu zahlen, wobei hier die Höhe abhängig vom Familieneinkommen ist. Für nicht geförderte Genossenschaftswohnungen fallen ca. 8,00 bis 10,00 €/m² an. Die Nebenkosten inkl. einer Pauschale für Heizung betragen ca. 1,70 €/m². Hinzu kommen noch die die Pauschale übersteigenden individuellen Verbrauchskosten sowie ca. 0,20 bis 0,30 €/m² für die Gemeinschaftsräume. Für die Nutzung eines Tiefgaragenstellplatzes werden 50,- € berechnet. Diese Gemeinschaftsräume, die bei jedem Wohnprojekt neben den Wohnungen für die einzelnen Projektmitglieder entstehen sollen, stehen allen Bewohnern zur Verfügung. So können z.B. ein Gruppenraum, ein Hobbyraum, eine Werkstatt, ein Gästeraum o.Ä. von allen Bewohnern genutzt werden. Die Genossenschaft unterstützt und fördert die soziale, ökologische und ökonomische Kompetenz der einzelnen Hausgemeinschaften. Die Mitglieder der Projektgruppen sind als Genossenschaftsmitglieder in die demokratische Willensbildung der Genossenschaft eingebunden und entscheiden in der Mitgliederversammlung über alle wichtigen Dinge, die die Genossenschaft betreffen. Die einzelnen Rechte und Pflichten sind in der Satzung geregelt.

Die KfW-Förderbank finanziert Genossenschaftsanteile. Die KfW-Förderbank bietet Privatpersonen seit Mai 2006 ein Darlehen zur Finanzierung von Genossenschaftsanteilen an (Programm 134). Die Anteile werden bis zu einer Höhe von 100.000 Euro voll finanziert. Der Antrag wird bei der Hausbank des Genossenschaftsmitglieds gestellt. Die Hausbank prüft den Antrag und wickelt die Auszahlung ab. Es müssen bankübliche Sicherheiten erbracht werden. Die Zinssätze sind auf 10 Jahre festgeschrieben (Zinsbindung). Sie betragen zurzeit (Stand Oktober 2009) nominal: 3,95 Prozent, effektiv: 4,01 Prozent. Eine vorzeitige Rückzahlung des gesamten Darlehens oder von Teilbeträgen ist während der ersten Zinsbindungsfrist jederzeit ohne Kosten für den Endkreditnehmer möglich.Weitere Informationen sowie die aktuellen Zinssätze erfahren Sie unter www.kfw-foerderbank.de (bauen, wohnen, Energie Sparen/Kreditprogramme für Wohnimmobilien/Eigentum schaffen) oder unter der KfW-Hotline 01801-33 55 77 (Ortstarif). Anträge erhalten Sie beim Zentralen Bestellservice der KfW: Servicenummer: 01801 / 24 11 11 oder per E-Mail unter bestellservice@kfw.de. Als Programmnummer bitte 134 angeben.

zur Website

Text: W. Wagner

Mai 2012

Wohnprojekte

Mika - Karlsruhe

In der MiKa wohnen etwa 150 Erwachsene und mehr als 80 Kinder unterschiedlicher Herkunft in verschiedenen Lebensformen zusammen. Sie organisieren ein gemeinschaftliches Leben in Haus- und Arbeitsgruppen.

Der MiKa-Wohnhof liegt zwischen Erzbergerstraße, Willy-Brandt-Allee und Neureut-Heide in der Karlsruher Nordstadt.

Das gesamte ehemalige Kasernenareal war 16,5 ha groß. Die MiKa nutzt davon ca. 2,1 ha mit vier Wohngebäuden und dem fünften, quer stehenden Kultur- und Gemeinschaftshaus. Die Wohnhäuser bieten durch jeweils zwei Treppenaufgänge Zugang zu insgesamt 86 Wohnungen unterschiedlichster Größe. Ein Treppenhaus ist mit einem Aufzug ausgestattet, so dass dort auch barrierefreie Wohnungen entstehen konnten. Im fünften, komplett barrierefreien Haus befinden sich im Erdgeschoss die Räume des Kulturhauses mikado e.V. und die Gaststätte fünf mit Biergarten. Im Obergeschoss betreibt die Stadtbibliothek Karlsruhe die Amerikanische Bibliothek und im Dachgeschoss sind eine Wohnung, eine psychotherapeutische Praxis, ein Konferenzraum und das MiKa-Büro untergebracht.

Am 7. März 1997 wurde die MiKa, MieterInneninitiative Karlsruhe, Wohnungsgenossenschaft eG gegründet. Die Mindestbeteiligung im MiKa-Wohnhof beträgt 255,65 €, das ist ein Genossenschaftsanteil. In Leihgemeinschaften haben die MiKa-BewohnerInnen Geld aufgenommen, um möglichst viele Anteile kaufen und damit die Eigenständigkeit des Projekts zu stärken. Die Tilgungsbelastung wird unter anderem mit Hilfe der staatlichen Eigenheimzulage gedeckt.

Grundstücksvertrag: Zunächst wurde ein Erbbaurechtsvertrag mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Volkswohnung vereinbart. Mittlerweile hat die MiKa eG das Grundstück mit Wohnhäusern sowie dem Kultur- und Gemeinschafthaus erworben, damit ist der entstandene Wohnraum der Spekulation am Wohnungsmarkt endgültig entzogen.

Der Hof - Wohnprojekte Alt und Jung e.V.

Selbstverständnis: Der HOF e.V. strebt keine eigenen Wohnprojekte an.Der HOF e.V. sieht es als seine Aufgabe, die neue Wohnformen in ihrer Vielfalt in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und Erfahrungswissen auf diesem Gebiet weiterzugeben. Politiker, Verbände und die Wohnungswirtschaft sollen motiviert werden, Wohninitiativen – in all ihrer Vielfalt - auf gleicher Augenhöhe ernst zu nehmen und zu unterstützen. HOF e.V. ist lokal, regional und bundesweit gut vernetzt. Der Verein ist weltanschaulich unabhängig, parteipolitisch und konfessionell neutral.

Der HOF e.V. ist Mitglied im Forum gemeinschaftliches Wohnen Bundesvereinigung e.V. und für den FGW die Regionalstelle Nordbayern Der HOF e.V. ist Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtverband Bezirk Mittelfranken. Der Verein unterstützt interessierte Einzelpersonen und Gruppen bei der dynamischen Entwicklung ihrer eigenen Vorstellungen zu Leben und Wohnen. Der Verein kann dabei als Impulsgeber und Berater fungieren. Bestehenden Wohnprojektgruppen sind mit der Arbeit des Vereins verbunden. Durch ihre Erfahrungen bereichern die Gruppen die Angebote des HOF e.V. und belegen seine Aussagen. Andererseits erfahren die Projekte Unterstützung und Förderung durch den HOF e.V.

zur Website: wohnprojekte.org

Text: W. Wagner

Communale ∑ Verein für urbane Wohnkultur e.V.
Heidelberg ∑ info@communale-hd.de